adventskalender 04

Sturmwarnung!

Und siehe, es erhob sich ein heftiger Sturm auf dem See, so dass das Boot von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief (Matthäus 8,24).

Was für eine erstaunliche Szene im 8. Kapitel von Matthäus! Die Jünger sind in existenziellen Nöten, und Jesus schläft. Der Sturm droht das Boot um zu werfen, und Jesus nimmt überhaupt keine Notiz davon. Die Jünger sind voller Panik: “Herr, rette uns, wir kommen um!“ Manchmal gibt es diese Situationen bei uns genauso. Jesus, siehst du denn nicht, in was für einer Not ich bin? Warum tust du nichts? Ich glaub, ich komme um, wenn nicht bald etwas passiert! So ein Gebet habe ich auch schon gebetet. Die Reaktion von Jesus auf die Jünger ist verblüffend: „Was seid ihr so furchtsam, Kleingläubige?“ Hat der Meister hier denn überhaupt kein Verständnis für seine Schüler? Warum nennt er die Jünger kleingläubig, wo sie viel mehr Ermutigung statt Ermahnung bräuchten? Jesus sah nicht auf diesen Sturm wie seine Jünger. Die Jünger hatten die Umstände im Blick und nicht mehr Jesu Worte. In Vers 18 des gleichen Kapitels heißt es zuvor: Als aber Jesus eine Volksmenge um sich sah, befahl er, an das jenseitige Ufer wegzufahren. Er bemängelt hier nicht, dass die Jünger den Sturm bemerken, sondern dass sie seinen Worten nicht vertraut haben. Wenn Jesus befiehlt, an das jenseitige Ufer zu fahren, dann wird an das jenseitige Ufer gefahren, egal was in der Zwischenzeit passiert. Jesus kommt an das Ziel, das er gesteckt hat. Deshalb konnte er in dieser Situation auch schlafen. Gott kommt mit jedem von uns ans Ziel. Der Plan für dein Leben ist wunderbar und großartig und er wird Realität, auch wenn es in diesem Moment nicht so scheint. Du kommst an!

L.T.